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Was, bitte schön, hat ein Benzinkanister mit einer Party zu tun?

Natürlich fallen uns zu einem Thema zuerst Dinge ein, die in einem direkten Bezug stehen. Wer neue Ideen gewinnen möchte, muss aber die gewohnten Pfade der Denk- oder Verhaltensweisen verlassen. Die Aufgabenstellung sollte deshalb um eine Komponente erweitert werden, die aus dem bisherigen Raster fällt. Doch wie lässt sich das erreichen? Beispielsweise indem man den Zufall ins Spiel bringt.


Logo: Zufall Den Zufall kreativ nutzen


Eine gute Voraussetzung dafür ist, sich schon im Vorfeld ausgiebig mit der Aufgabenstellung zu beschäftigen. Louis Pasteur sagte es kurz und knapp: "Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist." Wer offenen Auges durchs Leben geht, kann sich von allem und jedem inspirieren lassen: von einer beiläufigen Bemerkung, einem Alltagsgegenstand oder einem scheinbaren Missgeschick. Wie etwa Charles N. Goodyear, der beobachtete wie Rohgummi und Schwefel versehentlich auf einen heißen Herd fielen und dabei vulkanisierten. Dieser "Glücksfall" inspirierte ihn zur Entwicklung des Gummireifens. Wir können vorab nicht wissen, wo und wann uns Lösungen begegnen, und nur selten präsentieren sie sich offensichtlich. Meist wird der mehr oder weniger nahe liegende Zusammenhang erst im Kopf des Betrachters hergestellt.

Wo der Zufall herrscht, können wir zwar nicht mit Absicht ein bestimmtes Ergebnis erzielen, aber wir können mit Absicht zufällige Ergebnisse für unsere Zwecke nutzen. Es gibt mehrere Random-Input-Techniken, die genau dies tun:
  • Die Lexikon-Methode provoziert Zusammenhänge, wo scheinbar keine sind. Zufällig ausgewählte Wörter müssen mit der Aufgabenstellung in Verbindung gebracht werden. Die Zufallswörterliste [pdf-Datei] erspart den Griff zum Lexikon. Denken Sie sich vorab eine Zahl von 1 bis 99.


  • Die Visuelle Provokation beruht auf dem gleichen Prinzip wie die Lexikon-Methode, verwendet statt Begriffen jedoch Bilder.


  • Der "Überraschungs-Spaziergang" fordert zur bewussten Wahrnehmung der Umwelt auf. Probieren Sie es aus: Machen Sie einen kleinen Rundgang durch Ihr Büro, die Wohnung, einen Park oder die Stadt. Hinterfragen Sie alle Gegenstände oder Ereignisse, die Ihnen dabei auffallen. Wie können Sie diese Dinge zu Ihrem Problem in Bezug bringen? Welche neuartigen Lösungen könnten sie Ihnen bieten?
Ach so: Was hat der Benzinkanister nun eigentlich mit einer Party zu tun? Geben Sie sich die Antwort selbst. Fragen Sie sich vor Ihrem nächsten Fest, welche originelle Idee Sie damit anstoßen können. Verschiedene Leser werden dabei vielleicht sehr unterschiedliche Lösungen finden. Der Zufall ist nämlich immer nur der Impulsgeber für Ihre individuellen Inspirationen.



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2005